regionale Imkerei aus dem mittelfränkischen Langenzenn

  • - mehr als nur Honig -
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Bienenjahr 2026 – Professionalisierung und klare Weichenstellungen

Nach der Stabilisierung im Jahr 2025 beginnt 2026 mit mehreren bewusst getroffenen Grundsatzentscheidungen.

Es geht nicht mehr nur um Optimierung im Detail – sondern um Effizienz, klare Strukturen und eine saubere betriebliche Einordnung.

Stand Februar 2026 – sehr guter Winterverlauf

Aktuell – Stand Februar 2026 – sind die Völker sehr gut durch den Winter gekommen. Nach derzeitigem Eindruck haben wir nahezu keine Verluste zu verzeichnen.

Die Völker sitzen ruhig, die Futterversorgung passt und die ersten warmen Tage zeigen, dass die Brutaktivität wieder zunimmt.

Wie sich die Saison weiterentwickelt, wird sich ab März und in den folgenden Monaten zeigen. Erfahrungsgemäß entscheidet sich erst im Frühjahr, wie stark die Völker wirklich aus dem Winter kommen.

Im Moment befinden wir uns klar noch in der Aufbauphase.

Umstellung der Honigräume auf 2/3 – mehr Effizienz im Schleuderraum

Eine der wichtigsten praktischen Entscheidungen betrifft die Honigräume.

Wir stellen – zumindest teilweise – auf das 2/3-Maß um.

Der Hintergrund ist pragmatisch:

Mit Ganzmaß-Honigwaben bleibt in unserer Schleuder pro Seite ein kleiner Freiraum. Die vorhandene Technik wird nicht vollständig ausgenutzt.

Mit 2/3-Waben lässt sich die Schleuder deutlich effizienter bestücken. Auf einer Vier-Waben-Schleuder können pro Seite jeweils zwei 2/3-Rähmchen eingesetzt werden. Dadurch gewinnen wir rund ein Drittel mehr nutzbare Schleuderfläche pro Durchgang.

Das bedeutet:

  • effizientere Schleudergänge
  • Zeitersparnis während der Ernte
  • bessere Auslastung der vorhandenen Technik
  • wirtschaftlichere Abläufe bei steigender Völkerzahl

Gerade bei wachsender Betriebsgröße ist das ein entscheidender Faktor.

Stabil über 25 Völker

2026 werden wir stabil über die 25-Völker-Grenze gehen, jedoch weiterhin unterhalb der 30-Völker-Marke bleiben.

Dieses Wachstum ist bewusst gewählt: strukturiert, kontrolliert und weiterhin gut mit Hauptberuf und Familie vereinbar.

Mit dem Überschreiten der 25-Völker-Grenze ist die Anmeldung bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau verpflichtend.

Die Anmeldung ist bereits erfolgt, die formale Rückmeldung steht noch aus. Auch wenn dies mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, gehört dieser Schritt zu einer sauberen und professionellen Betriebsführung dazu.

Ebenfalls vorgesehen ist die Anmeldung beim Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund e.V..

Hier geht es um fachlichen Austausch, Interessenvertretung und die Einordnung als strukturierter Erwerbsbetrieb.

Moderner planen – KI als Werkzeug

Im Winterhalbjahr 2025/2026 haben wir begonnen, digitale Werkzeuge und KI gezielt für die Betriebsplanung zu nutzen.

Nicht als Spielerei. Nicht als Marketing-Gag. Sondern weil sie uns konkreten Nutzen bringen.

  • Digitale Unterstützung hilft uns unter anderem bei:
  • Strukturierung und Priorisierung von Arbeitsabläufen
  • Jahres- und Saisonplanung
  • Material- und Investitionsentscheidungen
  • Durchdenken verschiedener Entwicklungsszenarien
  • Bewertung und Vergleich von Standorten
  • Standortanalysen anhand von Luftbild- und Flächenbewertungen
  • Vorbereitung und Optimierung von Marktständen
  • Text- und Werbeplanung für Website und Social Media
  • betrieblicher Einordnung und strategischen Fragestellungen

Gerade die Auswertung von Luftbildern und Landschaftsstrukturen hat uns neue Perspektiven eröffnet. Trachtumfeld, Feldstrukturen, Waldanteile oder Gewässernähe lassen sich heute deutlich strukturierter bewerten als noch vor wenigen Jahren.

Mit steigender Völkerzahl und mehreren Standorten wird Planung komplexer. Erfahrung und Bauchgefühl bleiben wichtig – aber strukturierte Analyse hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.

Imkerei ist ein traditionelles Handwerk. Die Planung dahinter darf modern sein.

Neuer Standort: Dillenberg

2026 wird ein weiterer Standort am Dillenberg hinzukommen.

Idyllisch am Fuß des Dillenbergs gelegen, landschaftlich reizvoll und naturnah, passt dieser Platz sehr gut zu unserer Ausrichtung.

Auch wenn er nicht direkt an der Zenn liegt, befindet er sich weiterhin im regionalen Umfeld. Für uns ist entscheidend, dass ein Standort nicht beliebig gewählt wird, sondern landschaftlich, ökologisch und logistisch in das Gesamtkonzept passt.

Wir sehen hier gutes Potenzial für eine langfristige Ergänzung unserer bestehenden Standorte.

Ausrichtung 2026

2026 steht unter dem Zeichen:

  • Effizienzsteigerung
  • strukturiertes Wachstum
  • klare betriebliche Einordnung
  • moderne Planungsinstrumente
  • Professionalisierung mit Augenmaß

Wir ZennBienen entwickeln uns weiter – Schritt für Schritt.

Wie erfolgreich das Jahr am Ende sein wird, entscheidet sich wie immer draußen am Bienenstand.